Die Hobbywerkstatt im Garten

Spielzeug der Kinder reparieren, ein Regal selbst bauen oder Schutzabsperrungen für die Beete anfertigen: Es gibt viele Gründe, warum man sich bei ausreichendem Platz eine eigene Werkstatt einrichten sollte. Die muss nicht groß sein - gerade groß genug, um eine Werkbank unterzubringen und die wenigen nötigen Werkzeuge sinnvoll zu lagern. Das reicht völlig aus. Allerdings sind die meisten Häuser heutzutage so geplant, dass drinnen einfach kein Platz für die Werkstatt ist, bestenfalls im Keller. Oben Tageslicht, in dunklen, muffigen und schlecht zu lüftenden Räumen ist der Umgang mit Werkmaterialien und elektrisch angetriebenem Werkzeug aber weder ungefährlich, noch angenehm. Es bleibt also, auch draußen auszuweichen. Ein kleiner Gartenschuppen, eine Freiluftwerkstatt mit Regenschutz darüber oder dergleichen sind gute Möglichkeiten. Aber auch eine Gartenunterkellerung kann für die Hobbywerkstatt genutzt werden. Wer diese Möglichkeiten nicht hat, kann über einen kleinen Anbau nachdenken.

Gesetzliche Vorschriften müssen beachtet werden

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die die Nutzung des Gartenschuppens als Hobbywerkstatt untersagt. Auch der eigene Garten darf durchaus als Hobbywerkstatt genutzt werden. Das bedeutet aber nicht, dass gar nichts beachtet werden muss: Es gelten die allgemeinen Brandschutzvorschriften und Sicherheitsbestimmungen. Und selbstverständlich darf eine solche Werkstatt auch wirklich nur zu Hobbyzwecken genutzt werden. Wer seine Hobbywerkstatt benutzt, um Freunden und Verwandten einen Gefallen zu tun und dabei mit dem Lärm die Gartennachbarn belästigt, kann mit Ärger rechnen. Hier kommen ganz unterschiedliche gesetzliche Grundlagen zusammen. Zum einen geht es um die Nachbarschaftsrechte. Nicht-vermeidbarer Lärm muss von den Nachbarn geduldet werden, wer also sehr laut mit seinem Motorrad in die Garage hinein- und herausfährt, darf das. Wer das Motorrad in den Gartenschuppen schiebt und dort lärmreich immer wieder neue "Verbesserungen" ausprobiert, darf das nicht.

Ein Gartenschuppen muss dagegen einen größeren Abstand zum Nachbargrundstück haben, muss bestimmten Vorschriften hinsichtlich der Größe genügen, gut belastbar sein, und darf dann durchaus unter bestimmten Umständen auch als Hobbywerkstatt genutzt werden. Einfach einen Teil des Gartens selbst zu unterkellern ist dagegen keine Option. Ältere, bestehende Gartenkeller können aber durchaus auch für die Hobbywerkstatt genutzt werden. In den neuen Bundesländern lassen sich Gartenanlagen finden, auf denen die Grundstücke kleinen Sommerhäusern ähneln. Solide gebaut, mit kleinen Küchen und Bädern und oftmals unterkellert. Da diese aus der Zeit vor der Wiedervereinigung stammen, herrschen hier Sonderregelungen. Für neue Gartenanlagen gelten diese nicht. Wenn in diesen die Unterkellerung für eine Werkstatt genutzt wird gilt es für ausreichend Licht, Belüftung und die nötige Sicherheit zu sorgen.

Zur Einrichtung der eigenen Werkstatt gehört genau das, was man für die Ausübung eines Hobbys braucht. Wer die Werkstatt zum Schrauben an Auto, Motorrad oder Fahrrad benötigt, wird sich natürlich andere Ausrüstungsgegenstände zulegen als jemand, der in der Werkstatt als Hobby Steinmetzarbeiten durchführt. Beispielsweise ist es über KAISER+KRAFT möglich
sich die Werkstatt nach dem eigenen Bedarf einzurichten. Was auf jeden Fall sinnvoll ist: eine Stromleitung. Für viele Werkzeuge wird elektrischer Strom benötigt. Licht ist immer eine gute Idee, und wer sich in der Werkstatt die Hände reinigen will, ohne vorher mit Schlüssel und Haustür fummeln zu müssen, ist auch mit einer Wasserleitung klar im Vorteil.

Die Sache mit der Nachbarschaft

Da es keine wirklich eindeutigen Regelungen gibt, wofür genau Gartenschuppen, Anbauten und bestehende Keller genutzt werden sollen oder dürfen, es aber andererseits genaue Vorschriften zum Lärmschutz in Wohngebieten gibt, lohnt es, sich so leise wie möglich zu verhalten. Wer sich zudem gut mit den Nachbarn stellt, muss keine strafrechtliche Verfolgung fürchten. Denn gerichtet wird nur da, wo es zur Anklage kommt. Die nächtlichen Ruhezeiten, die Mittagsruhe und Sonn- und Feiertage sollten jedoch in jedem Fall beachtet werden.